Der Antrag der PDS im Bundestag zur Vermittlung im Welterbestreit stieß auf Zustimmung. Selbst die FDP stand dem positiv gegenüber, wenn auch sie den Blick auf die Unesco richten, die die “alles oder nichts”-Position verlassen sollen. Die Aberkennung hätte Folgen für zehn weitere Unesco-Bewerberstätte. Im Vorfeld erhielt die PDS von Arnold Vaatz, Fraktionsvize im Bundestag, Paroli: “Der Rechtsstreit sollte nicht durch weitere politisch motivierte Aktionen beeinflusst werden” (Quelle: SZ, 20.09. und 21.09.).
Bei den Altstädtern kommt Zweifel am geplanten Neubau des alten Centrum Warenhauses auf. Der Ortsbeirat Altstadt stimmte mit 7 Für- und 6 Gegenstimmen sowie drei Enthaltungen gegen den geplanten Umbau ab. Diskussionsaufhänger sind hauptsächlich die 14 Platanen, die gefällt werden müssen. Des weiteren stehen Zweifel im Raum, ob ein zusätzliches Einkaufszentrum überhaupt benötigt wird. (Quelle: Sächsische Zeitung)
Seit Inbetriebnahme des Lehrter Stadtbahnhof als zentralen Berliner Fernbahnhof ist die Verbindung Dresden – Berlin erheblich schlechter geworden. Die günstigste Verbindung ist ein IC, welcher 2:15 für diese Strecke benötigt. Das könnte erheblich verkürzt werden – so die Ansicht des Kompetenzzentrum für Hochleistungsbahnen und Magnetbahnsysteme der TU Dresden. In einer Studie untersuchten sie die 900 Kilometer lange Verbindung zwischen Berlin und Budapest. Der Zug ist zwischen den fünf auf der Strecke sich befindenten Hauptstädten keine Alternative zum Flugzeug. Als Ausweg schlagen sie den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke mit dem Transrapid vor. Dieser kann wesentlich schneller fahren – und ist im Vergleich mit dem herrkömmlichen Zug leiser und kann zudem größere Höhenunterschiede bewältigen. Mit einer Durchschnittsewschingigkeit von 300 km/h wäre Berlin innerhalb von 41 Minuten erreichbar.
(Siehe: Informationsdienst Wissenschaft)
Am Stadion sollen die Flutlichtmasten abgerissen werden, am Altmarkt soll einer gebaut werden, so der erste Platz des Gestaltungswettbewerb für den Altmarkt. Thomas Filip fragt sich zurecht, ob diese Baumaßnahme wirklich sein muß. Zu den prägenden Bauten des Platzes aus der Nachkriegsbauzeit paßt ein 20 Meter hoher Pylon jedenfalls nicht! Am Donnerstag wird der Stadtrat darüber entscheiden.
Der Tunnel unter dem Pirnaischen Platz brannte am Morgen des 13.09. Der Verkehr auf dem Platz war für einige Stunden in der Nacht komplett gesperrt worden. Die Löscharbeiten erwiesen sich als schwierig, da inbesondere mit starkem Rauch zu kämpfen ist.
Nach dem Ende der Löscharbeiten zeigte sich der Schaden: Die Hitze wurde die Schutzbetonschicht zerstört und stählerne Arminierungsstäbe sind ausgeglüht. Dadurch ist die Tragfähigkeit des Tunnels nicht mehr gegeben. Zwei der drei Verkehrsspuren über dem Brandherd wurden für den Verkehr gesperrt. Dadurch ist in den nächsten Monaten verstärkt mit Staus auf der St. Petersburger Straße zu rechnen. Der Tunnel selber wird für voraussichtlich mehrere Monate gesperrt sein. Eine vorrübergehende Fußgängerampel auf dem Platz wird eingerichtet.
Die verbleibende Frage, die bleiben wird: die Zukunft des Tunnels. Nach einem städtebaulichen Konzept soll der Tunnel verschwinden. Nun muß entschieden werden, ob der Tunnel beseitigt oder ausgebaut werden soll. (Quelle: Sächsische Zeitung, 14.09.2006, DNN)
Obwohl die drohende Aberkennung des Welterbetitels noch nicht aus der Welt ist, kriselt es auch am anderen Ende: Zwischen Söbrigen (Dresden) und Pratzschwitz (Pirna) soll ein neuer Tagebau mit Kieswerk entstehen. Der geplante Bau befindet sich in der Pufferzone des Weltkulturerbes.
Noch gibt es dazu keine endgültigen Fakten, das Planfeststellungsverfahren läuft. Eine Bürgervereinigung gegen den Bau hat sich bereits gegründet, die Dresdner Stadtverwaltung betrachtet das Vorhaben mit Skepsis. Die Unesco hält sich noch zurückhaltend.
Die Gegend um Pratzschwitz ist durch den Kiesabbau vorbelastet. Unter anderen entstand dort ein beliebter Badesee (“Kiesgrube”). (Quelle: Sächsische Zeitung vom 9. September 2006)
Ich frage mich ernsthaft, was einen normal denkenden Menschen dazu veranlaßt, eine Speichelprobe freiwillig abzugeben. “Schaut her, liebe Welt! Ich war es nicht!”. Aber noch viel mehr frage ich mich, was die Polizei dazu veranlaßt, so eine Maßnahme überhaupt ins Leben zu rufen. Ich möchte die Schandtat nicht kleinreden, im Gegenteil: es ist wichtig, daß so ein Fall verfolgt wird. Aber welcher Täter wird seinen Speichel freiwillig abgeben?
Zudem ist es unverständlich, warum 100.000 Dresdner und Coswiger unter Generalverdacht gestellt werden – und das obwohl das Fahnungsplakat schon genauere Hinweise auf den Täter gibt. (Zum Vergleich: beide Orte haben zusammen 520.000 Einwohner, also ca. 260.000 männlicher Bürger. Berücksichtigt man zudem noch das Alter (30-40), schrumpft die Zahl auf weit unter 100.000 zusammen.) Vielleicht sollte die Polizei erst einmal mit herkömlichen Methoden den potentiellen Täterkreis einschränken.
Fazit: eine Maßnahme ganz im Sinne von 1984 (Siehe auch: SZ)
Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) bei der Eröffnung des Tags des
offenen Denkmals:
Mögen seinen Worten auch Taten folgen – bisher tat er es zumindest nicht, wenn man auf die Elbwiesen schaut! (Quelle: DNN)Denkmalpflege, auch Gartendenkmalpflege, sollte nicht das Sahnehäubchen sein, dass man sich leistet, wenn die Kassen gefüllt sind. Denkmalpflege ist Daseinsvorsorge
Der Regierungspräsidium legte – wie erwartet – gegen das Urteil des Dresdner Verwaltungsgericht Widerspruch ein. Gründe nannte es vorerst keine, muß diese aber bis zum 30.09. nachreichen. (Quelle: RP)
Zwischenzeitlich hat die Stadtverwaltung mit den Bauherren verhandelt, die Angebote sind bis zum 22.09. vorerst gültig. (Quelle: Sächsische Zeitung vom 2. September 2006)
Zudem nimmt nun – aufgrund des wachsenden Druckes – der Bürgermeister Kontakt mit der Unesco auf. (Quelle: MDR)
Der Ausgang bleibt allerdings nach wie vor ungewiß!
Hier gibt es die Neuigkeiten aus der Landeshauptstadt für euch!
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