In Dresden soll das erste Kugelhaus der Welt originalgetreu wieder aufgebaut werden. Siehe renephoenix.de
Die Dresdner FDP hat ein Bürgerbegehren gegen einen Neubau auf dem ehemaligen Gewandhausareal gestartet: Barock statt Beton
Der Abriß des Silberwürfels hat längst begonnen, doch sah man davon zu Beginn von außen noch nichts. Nun sind die ersten Waben abgenommen:

Das Oberverwaltungsgericht läßt das Verfahren noch einmal ruhen – und fordert die beteiligten Parteien auf, außergerichtlich eine Einigung zu finden. Als Termin wurde die von der Unesco genannte Frist, den 31.01.2007. Ist bis dahin keine Entscheidung gefallen, so entscheidet das Gericht über den weiteren Werdegang (Quelle: Sächsische Zeitung vom 9. November 2006)
Peter Kulka zum Neumarkt:
Ich stelle mir die Frage, an wen wendet sich dieses Disneyland? Man glaubt, es handle sich um die eigene Identität, aber es ist nicht einmal die Identität der Vorfahren. Von Leitbauten war die Rede, aber außer der Frauenkirche selbst finde ich eigentlich bisher keinen wirklichen Leitbau im Neumarkt-Viertel.
(Quelle: Sächsische Zeitung vom 23.10.)
Die Tharandter Straße wird im kommenden Jahr saniert. Ab März stehen die Umbauarbeiten des Abschnitts zwischen Schilling und der Altfrankener Straße an. Umstritten ist die Maßnahme, da 67 (von 79) alte Bäume gefällt werden sollen, die aus der Straße – trotz des holprigen Pflasters – eine angenehmene Allee machte. Begründet wird die Baumaßnahme mit der dem Bau eines neuen Kanals, der seitlich in die Straße gelegt werden soll.
Dafür sind 80 neue Bäume geplant, die Fahrbahn soll verengt werden, dafür aber beidseitig mit Radwegen ausgestattet werden. Bis 1999 fuhr auf dem Abschnitt noch eine Straßenbahn, die Spuren werden bei dem Umbau ebenso beseitigt. (Quelle: Sächsische Zeitung, 30.09.2006)
Die Bauarbeiten am Neumarkt sind im vollen Gange, da hat die Stadt den nächsten Umbauplan schon in der Schublade: der Parkplatz hinter dem Kulturpalast soll bebaut werden und die Fußgängerzone auf der Schloßstraße soll weichen: von der Willsdruffer bis zum Georgentor soll sie befahrbar werden. Darüber soll der Lieferverkehr für den Kulturpalast und den westlichen Neumarktquartieren abgewickelt werden. Historisch mag das korrekt sein, immerhin fuhren vor dem Krieg sogar Busse durch das Georgentor, aber in Anbetracht der massiven Besucherströme ist der Bau fraglich.
Torsten Kulke von der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden kritisiert insbesondere die mangelnde Kommunikation der Stadt: “Die
Bevölkerung bleibt bei der Planung völlig außen vor. Kaum jemand weiß, dass aus der Schloßstraße eine Fahrstraße werden soll.” Wobei eins nicht zu vernachlässigen ist: aus irgendeiner Richtung muß der Anlieferverkehr kommen.
Der Antrag der PDS im Bundestag zur Vermittlung im Welterbestreit stieß auf Zustimmung. Selbst die FDP stand dem positiv gegenüber, wenn auch sie den Blick auf die Unesco richten, die die “alles oder nichts”-Position verlassen sollen. Die Aberkennung hätte Folgen für zehn weitere Unesco-Bewerberstätte. Im Vorfeld erhielt die PDS von Arnold Vaatz, Fraktionsvize im Bundestag, Paroli: “Der Rechtsstreit sollte nicht durch weitere politisch motivierte Aktionen beeinflusst werden” (Quelle: SZ, 20.09. und 21.09.).
Bei den Altstädtern kommt Zweifel am geplanten Neubau des alten Centrum Warenhauses auf. Der Ortsbeirat Altstadt stimmte mit 7 Für- und 6 Gegenstimmen sowie drei Enthaltungen gegen den geplanten Umbau ab. Diskussionsaufhänger sind hauptsächlich die 14 Platanen, die gefällt werden müssen. Des weiteren stehen Zweifel im Raum, ob ein zusätzliches Einkaufszentrum überhaupt benötigt wird. (Quelle: Sächsische Zeitung)
Am Stadion sollen die Flutlichtmasten abgerissen werden, am Altmarkt soll einer gebaut werden, so der erste Platz des Gestaltungswettbewerb für den Altmarkt. Thomas Filip fragt sich zurecht, ob diese Baumaßnahme wirklich sein muß. Zu den prägenden Bauten des Platzes aus der Nachkriegsbauzeit paßt ein 20 Meter hoher Pylon jedenfalls nicht! Am Donnerstag wird der Stadtrat darüber entscheiden.
Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) bei der Eröffnung des Tags des
offenen Denkmals:
Mögen seinen Worten auch Taten folgen – bisher tat er es zumindest nicht, wenn man auf die Elbwiesen schaut! (Quelle: DNN)Denkmalpflege, auch Gartendenkmalpflege, sollte nicht das Sahnehäubchen sein, dass man sich leistet, wenn die Kassen gefüllt sind. Denkmalpflege ist Daseinsvorsorge
Der Regierungspräsidium legte – wie erwartet – gegen das Urteil des Dresdner Verwaltungsgericht Widerspruch ein. Gründe nannte es vorerst keine, muß diese aber bis zum 30.09. nachreichen. (Quelle: RP)
Zwischenzeitlich hat die Stadtverwaltung mit den Bauherren verhandelt, die Angebote sind bis zum 22.09. vorerst gültig. (Quelle: Sächsische Zeitung vom 2. September 2006)
Zudem nimmt nun – aufgrund des wachsenden Druckes – der Bürgermeister Kontakt mit der Unesco auf. (Quelle: MDR)
Der Ausgang bleibt allerdings nach wie vor ungewiß!
Hier gibt es die Neuigkeiten aus der Landeshauptstadt für euch!
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