Man hätte es voraussagen können: das Stadionbau verzögert sich aufgrund einer wackligen Finanzierung.
Das Dresdner Regierungspräsidium bemängelte “schwerwigende Fehler” in den Verträgen zwischen dem Bauunternehmen HBM und der Landeshauptstadt und verweigerte die Zustimmung für das neue Stadion. “Für den Stadion-Neubau sind Vereinbarungen vorbereitet worden, die für die Stadt mit erheblichen, sehr langfristigen Risiken und Kosten verbunden sind. Gleichzeitig sind konkrete Mitnutzungs- und Mitspracherechte der Stadt beim künftigen Stadionbetrieb nicht transparent geregelt”, so das Regierungspräsidium. Hauptaugenmerk liegt auf einer Bürgschaft in Höhe von 40 Mio Euro. Die Stadt trägt damit das finanzielle Risiko für ein privates Unternehmen (in dem Fall ein Profi-Fußballclub), hat dafür aber so gut wie keine Einflußmöglichkeiten. Im Extremfall verliert die Stadt das Grundstück an die Banken.
Dieser Sachverhalt ist allerdings keine Ablehnung für den Neubau, sondern lediglich eine Zwischenmitteilung. Die Stadt soll die Unterlagen überarbeiten und mit einem genehmigungsfähigen Konzept den Neubau beantragen. Bis Jahresende werden wohl noch keine Bagger rollen, dafür gefährdet der Bauverzug die Lizenz für Dynamo Dresden bei der kommenden Saison.
Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann will die Gespräche mit der Rechtsaufsicht suchen. Der RP-Sprecher Holm Felber stellt die Frage in den Raum, warum die Stadt das Stadion nicht selber baut – oder wenigstens sich in der Betreibergesellschaft beteiligt. Auch wenn die Argumente in diesem Fall nachvollziehbar und berechtigt sind, bleibt eine Frage offen: warum meldet sich das Regierungspräsidium erst so spät zu Wort. Die Pläne sind bereits vor langer Zeit durch die Medien gegangen! (Quelle: SZ vom 05.10.2006, DNN)
Während bereits im vergangenen Jahr die Freibäder in Klotzsche und Bühlau nicht mehr betrieben wurden, stehen diese zusammen mit Cotta vor dem entgültigen Aus. Argumentiert wird damit, daß Dresden im Bundesvergleich mit 11 Freibadflächen überdurchschnittlich ausgestattet sei. Zudem seien die betroffenen Bäder teilweise sanierungsbedürftig, wie z.B. in Bühlau die Gastronomie und das Sanitär. Noch müssen die Ortsbeiräte und Ausschüsse sich äußern.
Bei den bestehenden Bädern gibt es dagegen schon Umbaupläne: Im Mockritzer Naturbad soll ein Planschbecken gebaut werden sowie die “kalte Quelle” erneuert werden. Zudem eine Saunalandschaft im Georg-Arnold-Ba und ein 25-Meter-Becker im Hallenbad auf der Freiberger Straße. Längerfristig sollen Prohlis zu einem “Kombibad”, also sowohl Hallen- als auch Freibad umgebaut werden, in Striesen ein neues Hallenbad für Schul- und Seniorensport sowie die Halle in Klotzsche durch ein neues Bad ersetzt werden.
Zugegeben: diese sogenannten Giraffen des Rudolf-Harbig-Stadions gehören zum Dresdner Stadtbild. In dieser Hinsicht hat der Stadtrat am 5. Januar sich für den einzigen Anbieter entschieden, der die Giraffen lassen möchte – zumal die Baukosten bei diesem geringer ausfallen (vgl. auch Sächsische Zeitung vom 06.01.2005)
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