Kategorie: KulturNeues aus Dresden

19.10.06

13:17:28, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Rundkino Dresden

Der Verein rundkino dresden e.V. ist auf der Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Dresdner Rundkino. Nachdem Anfangs Premieren stattgefunden haben, war es zu letzt nur noch ein Puppentheater. Ihre Forderung bei der Suche nach einem Investor: “Die Stadt muss mitwirken, dass hier kein Gemischtwarenladen entsteht, sondern ein Ort für zeitgenössische Kunst und Forschung”

Siehe auch: Rundkino Dresden

08.05.06

21:19:32, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

If U 1a B A DD'er

Der Hit zu Dresden: DynaMike und Cast 43 mit If U 1a B A DD’er:

If U 1a B A DD'er

Zum Video:

28.04.06

10:21:56, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Schloßfest in Übigau

Am 29. April 2006 zwischen 10.00 und 18.00 Uhr findet das erste Übigauer Schlossfest unter dem Titel “Euch ist ein trefflich Werk gelungen” anlässlich des 280-jährigen Bestehens des Schlosses statt.

Das Schloß schläft derzeit trotz Denkmalschutz in einem Dornröschenschlaf. Seit dem Kauf von Peter Schinz im Jahre 1999 verfällt das historische Gebäude zunehmend, worauf sich 2005 die Bürgerinitiative ““Schloß Übigau”:http://lidd.de/index.php?blog=2&title=bafrgerinitiative_schloa_a_bigau&more=1&c=1&tb=1&pb=1” gründete, die sich für den Erhalt und eine sinnvolle Nutzung einsetzt.

Da der Besitzer auf die Festankündigung nicht reagiert, ist eine Besichtigung des Schlosses und des Gartenes nicht möglich, sondern muß außerhalb auf der Rethel-/Ecke Werftstraße stattfinden.

Siehe auch: offizielle Ankündigung, Sächsische Zeitung vom 26. April 2006

08.03.06

12:09:43, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Dresden - der Film

Am 05. und 06. März sendete das ZDF einen Fernsehzweiteiler über die Bombardierung Dresdens. Vermutlich eines der größten Fernsehereignisse des Jahres: über 12 Mio Menschen schauten sich den Film an. Die Rahmenhandlung ist kurz beschrieben: einige Tage vor der Bombardierung Dresdens verliebt sich Anna, ein deutsches Mädchen, in einen abgeschossenen britischen Piloten Robert, obwohl sie mit Alexander verlobt war.

Es ist durchaus ein interessantes Experiment, aufbauend auf einem realen Ereignis eine zusätzliche Handlung anzudichten. Allerdings war sie in diesem Film übertrieben und unglaubwürdig: ein abgeschossener Pilot findet im Keller eines Krankenhauses ein Versteck. Der Beginn wirkte noch authentisch: er hat Durst und Hunger und leckt sogar Wassertropfen einer undichten Leitung ab. Dann beobachtet er Schwarzmarktgeschäfte des Chefarztes, während dessen Tochter ihn entdeckt und sich anschließend in ihn verliebt. Und als der Keller nach ihm durchsucht wird, gelang ihm eine unauffällige Flucht, die eher an eine neue Episode “Ein Käfig voller Helden”:http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Käfig_voller_Helden erinnert, als an die damalige Zeit. Und ich kann mir ebenso schlecht vorstellen, daß die Uniformierten sich von einem Pfarrer abgehalten haben, eine Kirche zu durchsuchen.

Die Szenen der Bombardierung wirkten dagegen etwas authentischer, auch wenn sie nur die Nebenhandlung war. Minutenlang (obwohl es eigentlich Stunden waren) bebte der Boden. Die Notbeleuchtung der Luftschutzbunker flackerte. Und die Luft wurde zunehmend immer knapper. Ein paar ältere Damen flehten um Erlösung. Und das Ende war noch lange nicht in Sicht. Viele Charaktere, die vor der Bombardierung gezeigt worden sind, wurden getroffen – aber scheinbar starben nur Statisten: die drei Hauptpersonen sind munter dabei – und scheinbar die einzigen, die sich beim zweiten Angriffs richtig frei durch die Stadt bewegen konnten, während die ersten eingeschlossenen in Luftschutzbunkern erstickt sind. Und in mitten des Angriffs treffen Alexander und Robert aufeinander und fangen eine kleine Schlägerei an.

Der Morgen kam und das neue Paar überlebte und konnte sich aus dem Keller befreien. Als sie das Tageslicht sahen, standen sie umrandet von Schutt und Asche. Kein Haus war komplett. Ein wenig Fassungslosigkeit. Aber die Anfänge der Aufräumarbeiten in diesem Chaos wurden nicht gezeigt. Auch A-Ha-Effekte des Vorher-Nachher fehlen: z.B. existierte das vorher sehr oft allerdings nur von Innen gezeigte Krankenhaus? Dafür wurde die Liebesgeschichte zu Ende erzählt: Anne bekam von Robert ein Kind, doch der starb bei einem Rückflug nach England. Und plötzlich wechselte die Zeit: Nachrichtenvideos über die Wiedereröffnung der Frauenkirche.

Der Film enthielt, wenn man von plötzlich auftauchenden Plattenbauten absieht, leider auch zahlreiche Filmfehler, die Fragen aufwerfen – und die bei solchen einem Thema nicht passieren sollten:

  • Der Pilot ist in Magdeburg abgeschossen und ist bis Dresden gekommen. Respekt!
  • In einer Klinik werden Soldaten und Zivilisten gemeinsam behandelt.
  • Die Liebesszene im Schlafsaal des Krankenhauses: am Tag haben ca. 30 Männer massive Schmerzen. In der Nacht bemerkt das keiner (Tip an die Macher: wenigstens eine Besenkammer)
  • Als der erste Angriff beginnt, rennen die Leute noch nicht um ihr Leben. War das wirklich so?
  • Der Pilot nahm einen kleinen Stein und durchschlug eine Wand zwischen zwei Kellern. Ist die Dresdner Bauweise damals wirklich so instabil gewesen? Aus eigener Erfahrung braucht man schon bei einer einreihigen Ziegelwand einen Hammer und ausreichend Schwung. Siehe Kommentar 2!
  • Sie öffneten die Tür eines Bunkers und alle Menschen waren aufgrund Sauerstoffmangel bereits erstickt. Sie liefen durch den Raum, als wäre nichts passiert. Sie atmeten auch nicht anders. (Mal von der Frage abgesehen, warum man bei drohenden Sauerstoffmangel dann die Tür nicht von innen geöffnet hätte).
  • Der Pilot wurde am Fuß verletzt, als es einen Einsturz gab. Trotzdem lief er am nächsten Tag wieder ganz normal.

Der Film hatte ein Budget von 10 Mio Euro gehabt und ist der bisher teuerste Film des ZDF, wurde also mit GEZ-Geldern bezahlt. Trotz des Dokumentaranteils bleibt allerdings ein fader Beigeschmack bestehen: einerseits werden solche Filme immer populärer, wie schon “Der Untergang” zeigte. Ein Dresdner Blogger dazu:

Der Drang der Unterhaltung, die gemütliche “War doch alles gar nicht so schlimm”-Stimmung in den Wohnzimmern und ein großer wirtschaftlicher Nutzen für die Medien-Industrie gehen Hand in Hand.

Andererseits wird der Blickpunkt verlagert: während die Deutschen in Ausschwitz die Täter waren, nahmen sie in Dresden die Opferrolle ein. Aus Telepolis :

Während im einen Ort Täter und Schuld zwangsläufig dominieren, ist Dresden ein Ort der unschuldigen Opfer. Endlich dürfen Deutsche hier vermeintlich Kollateralschäden sein und nicht Täter, die die gerecht Strafe ereilt. “Dresden” wird so zur Metapher der Relativierung.

Beim TV.scharfblog findet sich eine Meinung eines Zeitzeugens :

Es fehlte aber auch trotz der Überlängen nichts von den sattsam bekannten Klischees von zeitgeistigen Geschichtssimplifizierungen; nur die Wahrheit und die Menschen als tatsächliche Opfer kamen dabei zu kurz. Als Betroffener, der die schrecklichen Bombenangriffe auf die unschuldige Zivilbevölkerung als Kind selbst miterlebt hat, kann ich als abschließendes Urteil nur sagen: der Film ist für mich eine Verhöhnung der Opfer! So kitschig kann und darf man so ein Verbrechen nicht darstellen.

Und weitere Meinungen zum Film im Internet:

Und wer ihn nicht sah: die Wiederholung läuft am 11.03.2006 auf Phoenix ab 20:15 Uhr. Ab 19:15 läuft eine Doku über den Wiederaufbau der Frauenkirche und ab 0:15 das Making-Of.

14.01.06

14:45:04, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Das Treffen der Schönen und Reichen

Am 13.01.2005 war es soweit: nach 67 Jahren Pause fand erstmals wieder ein Opernball in der Dresdner Semperoper statt. Es war eines der Veranstaltungen, bei der die Welt auf Dresden schaute: 2300 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Show waren am Start.

Dafür war die Veranstaltung nicht preiswert: eine VIP-Karte gab es für 1.200 Euro, Foyerkarten waren für 300 Euro zu bekommen, ohne Sitzplatzanspruch durfte der Tanzwütige auch schon für 120 Euro rein. Die Plätze der ersten Reihe kosteten je 16.500 Euro.

Die Kosten der Veranstalter waren allerdings auch nicht ohne: ca. 1 Mio kostete die Veranstaltung, die Hälfte war allein der Umbau der Oper zu einer Tanzfläche, bspw. wurden die Sitze ausgebaut und nach der Veranstaltung wieder eingebaut. Allerdings konnten diese Kosten wieder durch Eintritt und Sponsoren reingespielt werden.

Mit der Veranstaltung wurde die diesjährige 800-Jahr-Feier eröffnet. Auch wenn diese Veranstaltung durchaus representativ für Dresden war, gibt es einen faden Beigeschmack: es war nur ein Treffen für die Schönen und Reichen!

Quellen: MDR, SZ-Online, SZ-Online

28.10.05

02:22:53, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Einweihung der Frauenkirche

Am 30.10. ist es soweit: die Frauenkirche wird entgültig eingeweiht. Der dreitätige Festakt wird voraussichtlich mehr als 100.000 Gäste in die Landeshauptstadt locken. Das Programm ist geschmückt mit festlichen Gottesdiensten, Besichtigungen sowie der Orgelweihe. Für den Festakt wird es eine Bühne auf den Neumarkt sowie weitere Videowände in unmittelbarer Nähe (Lageplan).

Nachdem es anfangs mit politischer Präsent zu mangeld droht, stehen nun Bundespräsident Horst Köhler und Bundestagspräsident Wolfgang Thierse sowie Angela Merkel auf der Liste der Ehrengäste. Aus dem Ausland erschent Herzog von Kent, ein Mitglied des englischen Königshaus sowie Botschafter der vier Siegernationen. Nach dem Schröder erst zugesagt hat, erfolge nun doch die Absage

Neben der Frauenkirche werden auch die Geschäfte am Sonntag geöffnet sein – dank einer (Fehl-?)Entscheidung des Oberbürgermeisters Ingolf Roßberg. Auch wenn durch diese Maßnahme weitere Besucher nach Dresden gezogen werden, verliert der eigentliche Festakt an Bedeutung. Die Tour nach Dresden dient dann nicht mehr nur Feier des Wiederaufbaus!

Weitere Angaben zum Festakt auf der speziellen Homepage zur Frauenkirche

19.06.05

22:21:40, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Bunte Republik Neustadt

Ich verlasse heute Deutschland und betrete die “Bunte Republik Neustadt“. Es ist ein sehr kleines Land von ca. 1 Quadratkilometer Größe mit schätzungsweise 12.000 Einwohnern. Es befindet sich bei ca. 13,7° östlicher Länge und 51,1° nördlicher Breite. Ich gehe an ein paar Grenzpolizisten vorbei, eine Ausweiskontrolle ist allerdings nicht notwendig. Ich blicke kurz in den Himmel – er ist wolkenlos – und die Sonne leuchtet die Straßen aus.

Ich höre in der Ferne etwas Musik, die mit jedem Schritt lauter wird. Es gibt hier keine Autos, denn alles ist per Fuß erreichbar. Auf den Straßen sind sehr viele Menschen unterwegs, auch auffällig viele Kinder toben fröhlich herum. Zwei Mädchen spielen in so einer Gasse ungestört Federball, ich laufe an ihnen vorbei. Eine Band steht vor einer Haustür und beschallt die enge Straße und ernten von den Zuschauern Applaus. Einige große und kleine Händler bessern ihr Taschengeld auf, in dem sie alte Sachen verkaufen. Dazwischen befinden sich jede Menge Cafés und einige Grillstände, vor einigen Häusern gibt es sogar bequeme Sofas. Ein älterer Herr erzeugt auf einigen Didgeridoos australische Klänge. In der Mitte einer anderen engen Gasse steht ein Zelt. Ein paar kleinere Kinder spielen hier mit Pappkartons (als Lego-Ersatz) oder experimentieren mit einem witzigen Wasserspritzgerät.

Böhmische Straße
(Quelle: Wikipedia, GNU-Lizenz)

Am nördlichen Ende dieser Republik befindet sich ein Park. Auf den Wiesen liegen sehr viele Menschen. Danach betrete ich wieder die Gassen dieser Republik. Hier spielt eine Metalband ein paar verdammt rauhe Titel – und der Sänger schreit förmlich seine Seele in das Mikrophon. Aber diese Republik wäre nicht bunt, wenn ich nicht gleich ein paar Schritte weiter die Melodie von “Spiel mir das Lied vom Tod” hören würde. In einer Seitengasse werden sehr getragene Titel gespielt – hier sind überwiegend ältere Menschen zu finden und ich lasse mich an einer Stelle nieder, in der eine Band etwas Roots Rock spielt – und schaue mir die Menschen an, die vorbeilaufen.

Es sind überwiegend Bunte Republikaner – aber auch viele Ausländer, insbesondere kommen die Deutschen hier öfters vorbei. Einige Menschen haben lustige Gesichtsbemalungen, andere die wüsten und schrägsten Frisuren – aber das wird hier toleriert. Nun ist es langsam spät, und ich verlasse wieder diese Republik. Die Autos ziehen vorbei, die Straßenbahn quietscht, ein paar Leute streiten sich – ok, ich bin wieder in Deutschland.

02.06.05

22:21:19, Kategorien: Kultur, geschrieben von: René

Bunte Nachbarschaft

Die Bürgeraktion Bunte Nachbarschaft will ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Transparenz setzen. In der Zeit vom 05. bis 20. Juni werden bunte Tücher und Transparente an den Häusern die Vielfalt des Stadtteils “Äußere Neustadt” symbolisieren, daß Rassismus keinen Platz hat.

Dazu sind die Bewohner aufgerufen, am Beginn dieser symbolträchtigen Aktion bunte Tücher und selbst erstellte Transparente an ihren Fenstern anzubringen. Diese sollten mit Farben und persönlichen Statements die Vielfalt des Stadtteils wiedergeben. Unterstützt wird die Aktion von zahlreichen Vereinen, Parteien und natürlich den Bürgern der Äußeren Neustadt.

Zur Vorbereitung der Aktin finden am 01. bis 04. Juni jeweils ab 15 Uhr gemeinsame “Maltage” rund um das Kulturzentrum Scheune statt, bei dem Transparente gemeinsam vorbereitet werden können. Es ist noch nicht vorhersehbar, ob genügend Materialien vor Ort sein werden.

Den Auftakt wird es am Sonntag, den 05. Juni mit musikalischer Begleitung geben. Dazu werden lokale Bands durch die Straßen ziehen und die Aktion einläuten. Der Höhepunkt wird das dreitätige Stadtteilfest Bunte Republik Neustadt vom 17. bis zum 19. Juni werden.

Leben in Dresden

Hier gibt es die Neuigkeiten aus der Landeshauptstadt für euch!

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