Die Proteste gegen die Bebauung der freien Fläche auf der Kamenzer Straße haben doch eine Wirkung gebracht: die Lebensmittelkette Konsum, die einst in den Neubau ziehen wollen, haben heute ihr Interesse aufgrund “ökologische und regionale Aspekte” zurückgezogen. Zur Pressemitteilung
Obwohl die drohende Aberkennung des Welterbetitels noch nicht aus der Welt ist, kriselt es auch am anderen Ende: Zwischen Söbrigen (Dresden) und Pratzschwitz (Pirna) soll ein neuer Tagebau mit Kieswerk entstehen. Der geplante Bau befindet sich in der Pufferzone des Weltkulturerbes.
Noch gibt es dazu keine endgültigen Fakten, das Planfeststellungsverfahren läuft. Eine Bürgervereinigung gegen den Bau hat sich bereits gegründet, die Dresdner Stadtverwaltung betrachtet das Vorhaben mit Skepsis. Die Unesco hält sich noch zurückhaltend.
Die Gegend um Pratzschwitz ist durch den Kiesabbau vorbelastet. Unter anderen entstand dort ein beliebter Badesee (“Kiesgrube”). (Quelle: Sächsische Zeitung vom 9. September 2006)
Die Meldungen der letzten Monate zeigen deutlich, daß die Verkaufsflächen in Dresden kontinuierlich zunehmen:
Karsamstag, der 15.4. nachmittags in Dresden: Altmarktgalerie
Karsamstag, der 15.4. nachmittags in Dresden: Kaufpark in der Borsbergstraße
Der Mineralwasser Dresden wurde 102 Jahre lang im nahegelegenen Burkardswalde im Müglitztal abgefüllt. Nun wurden sie von einem Frankfurter Konzern aufgekauft – und demnächst geschlossen. Bis Ende des Jahres kann man noch das Wasser aus der Region getrunken werden, danach soll es im Chemnitz abgefüllt werden.
Das Werk in Burkardswalde wird ab Jahresende geschlossen, zwei Drittel der Arbeiter werden entlassen. Laut Dirk Henkel, dem Geschäftsführer der Hessia, soll die Marke Margon erhalten bleiben – in der Region gestärkt werden. Wie das mit einer Produktionsschließung möglich ist, wird vermutlich ein Rätsel bleiben. Der Konzern wolle sich auf einen Standort in Sachsen beschränken – und verweist auf das Lichtenauer Werk in Chemnitz, was die Frankfurter ebenso kauften.
Weitere Informationen:
In Stadtgebiet Dresden entstehen immer mehr Supermärkte. Bereits heute sind es bereits 395m² Verkaufsfläche für je 1000 Einwohner. Laut Expertenmeinungen seien 180m² in Deutschland ausreichend. Und die Tendenz steigt weiter. In der letzten Woche sind zwei weitere Märkte eröffnet worden – und weitere acht befinden sich momentan in der Bauphase. Die einzige Ausnahme bildet die Innenstadt sowie einige angrenzende Stadtteile.
Ein generelles Problem ist die derzeitige Regelung, daß kleinere Märkte (ca. 700 bis 800m²) mit wenigen Zulassungsbedingungen genehmigt werden. Somit können neue Märkte relativ schnell beantragt werden.
Quelle: Sächsische Zeitung vom 01.07.
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